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CMC Print-Mailing-Studie 2026

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Warum Print-Mailings im E-Commerce wieder boomen

Während viele Unternehmen ihre Marketingbudgets fast ausschließlich in digitale Kanäle investieren, zeigt die neue CMC Print-Mailing-Studie 2026 eindrucksvoll: Print-Mailings gehören weiterhin zu den effektivsten Instrumenten zur Bestandskundenaktivierung im E-Commerce. Besonders spannend: Die Studie beweist, dass personalisierte Gutscheinstrategien und intelligente Kundensegmentierung die Wirtschaftlichkeit von Print-Kampagnen deutlich steigern können.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie auf einen Blick

Die aktuelle Studie wurde vom Collaborative Marketing Club (CMC) gemeinsam mit der Deutschen Post durchgeführt. Insgesamt nahmen 35 Online-Shops teil, die zusammen über 858.000 Print-Mailings an Bestandskund:innen verschickten.

Die Ergebnisse sprechen für sich:

  • Durchschnittliche Conversion Rate: 4,0 %
  • Durchschnittlicher Warenkorb nach Mailing: +24,8 % höher
  • Return on Advertising Spend (ROAS): 961 %
  • 8,5 % der Empfänger:innen besuchten direkt den Online-Shop
  • 46 % aller Käufe erfolgten erst ab Woche fünf nach Versand des Mailings

Die Studie zeigt damit klar: Print-Mailings erzeugen nicht nur Aufmerksamkeit, sondern liefern messbare Umsätze – und das langfristig.

Print wirkt länger als digitale Werbung

Ein besonders spannender Aspekt der Studie ist die langfristige Wirkung von Print-Mailings. Während digitale Kampagnen oft nur kurzfristige Aufmerksamkeit erzeugen, bleiben Werbebriefe häufig über Wochen oder sogar Monate im Haushalt liegen.

Laut Studie wurden nur 39 % der Bestellungen innerhalb der ersten 14 Tage ausgelöst. Fast die Hälfte aller Käufe entstand erst ab der fünften Woche nach Versand.

Das bedeutet für Online-Shops:
Print-Mailings entfalten ihre Wirkung deutlich nachhaltiger als viele digitale Maßnahmen.

Höhere Warenkörbe durch Print-Mailings

Ein weiterer zentraler Vorteil: Kund:innen geben nach Erhalt eines Print-Mailings deutlich mehr Geld aus.

Vor der Kampagne lag der durchschnittliche Warenkorb der teilnehmenden Shops bei 95,21 Euro. Nach dem Versand stieg dieser auf durchschnittlich 118,79 Euro – eine Steigerung von 24,8 %.

Print-Mailings motivieren Kund:innen also nicht nur zum Kauf, sondern erhöhen gleichzeitig den Bestellwert.

961 % ROAS: Print-Mailings sind hochprofitabel

Viele Unternehmen unterschätzen die Wirtschaftlichkeit von Print-Werbung aufgrund der Produktions- und Versandkosten. Die Studie widerlegt diesen Mythos eindeutig.

Mit einem durchschnittlichen ROAS von 961 % bringt jeder investierte Euro im Schnitt 9,61 Euro Umsatz zurück.

Gerade im Zusammenspiel mit datengetriebener Kundensegmentierung wird Print zu einem hochprofitablen Performance-Kanal.

Personalisierte Gutscheine steigern die Performance

Das Fokusthema der Studie 2026 war die Frage:
Wie wirken unterschiedliche Gutscheinwerte auf verschiedene Kundensegmente?

Dafür wurden die Empfänger:innen anhand einer sogenannten RFM-Analyse segmentiert:

  • Recency = Wie lange liegt der letzte Kauf zurück?
  • Frequency = Wie oft wurde gekauft?
  • Monetary Value = Wie hoch waren die bisherigen Warenkörbe?

Ergebnis bei Gelegenheitskund:innen

Kund:innen mit niedrigem Kundenwert reagierten deutlich besser auf höhere Rabatte:

  • Conversion Rate stieg von 2,1 % auf 2,8 %
  • Plus von 33 %
  • Gleichzeitig verbesserte sich sogar der ROAS nach Gutscheinkosten

Ergebnis bei Top-Kund:innen

Bei besonders wertvollen Kund:innen zeigte sich dagegen ein überraschendes Ergebnis:

Niedrigere Gutscheine führten zwar zu einer geringeren Conversion Rate, steigerten aber den tatsächlichen Werbeertrag.

Der bereinigte ROAS stieg von 505 % auf 552 %.

Die Erkenntnis:
Nicht jede Zielgruppe braucht hohe Rabatte. Wer seine Kund:innen intelligent segmentiert, kann Werbekosten sparen und gleichzeitig profitabler arbeiten.

Was bedeutet das für Online-Shops?

Die Studie liefert klare Handlungsempfehlungen für modernes Dialogmarketing:

1. Kund:innen segmentieren

Nicht alle Kund:innen reagieren gleich. Die RFM-Analyse hilft dabei, Print-Mailings gezielt und effizient auszusteuern.

2. Gutscheinstrategien individuell anpassen

Höhere Rabatte funktionieren besonders gut bei inaktiven oder niedrigwertigen Kund:innen. Bei loyalen Bestandskund:innen reichen oft kleinere Incentives.

3. Print und Performance-Marketing kombinieren

QR-Codes und personalisierte Gutscheincodes machen Print-Mailings heute vollständig messbar. So lassen sich Traffic, Conversion und Umsatz exakt analysieren.

4. Langfristige Wirkung berücksichtigen

Print-Mailings wirken oft noch Wochen nach Versand. Gutscheinlaufzeiten und Kampagnenplanung sollten entsprechend angepasst werden.

Fazit: Print-Mailings sind zurück – datengetriebener denn je

Die CMC Print-Mailing-Studie 2026 zeigt eindrucksvoll, dass Print-Mailings im modernen E-Commerce keineswegs veraltet sind. Im Gegenteil:

Richtig eingesetzt liefern sie starke Conversion Rates, höhere Warenkörbe und außergewöhnlich hohe ROAS-Werte.

Besonders erfolgreich werden Print-Kampagnen dann, wenn sie datenbasiert personalisiert werden – mit zielgruppenspezifischen Angeboten, intelligenten Gutscheinstrategien und sauberer Kundensegmentierung.

Für Online-Shops, die ihre Bestandskund:innen effizient reaktivieren und gleichzeitig profitabel wachsen möchten, bleiben Print-Mailings damit ein äußerst relevanter Marketingkanal.

Quelle: CMC Print-Mailing-Studie 2026 in Kooperation mit Deutsche Post

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